Chronik des Gartenbauvereins Margarethenberg - Hirten eV.


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Auf Anregung des damaligen ehrenamtlichen Bezirksfachberater Max Staudhammer aus Burghausen wurde der Verein am 22. Februar 1922 im Gasthaus Racherting, das zum Vereinslokal ernannt wurde, von Leonhard Maier mit weiteren 15 Personen gegründet und erhielt den Namen "Obstbau und Bienenzuchtverein Margarethenberg" Die Gründungsmitglieder wählten hierauf:

 

1. Vorstand wurde Leonhard Maier Margarethenberg

2. Schriftführer und Kassier wurde Pfarrer Josef Able, Margarethenberg

3. Baumwart Josef Holzner Briel und Max Hiebl.

 

Zu den Gründungsmitgliedern und aktiven Mitgliedern gehörten Johann Wegerer von Rehdorf, Josef Maier von Greinmühle, Xaver Bartlechner von Zeitlarn, Johann Empl von Thal, Michael Dufter von Engelsberg, Andreas Buchner von Höresham, Sebastian Kramposthuber von Vorbuch, Johann Bergmann von Bauhiebl, Sebastian Thalhammer von Biburg, Ludwig Hamberger von Gunzing, Johann Bapt. Huber von Margarethenberg und Martin Aigner von Racherting. Der Verein gehörte damals dem Bezirksverband Burghausen an und war an den Kreisverein München und an den Landesverband Nürnberg angeschlossen. Im unterstellt waren die Ortsvereine Alzgern, Burgkirchen, Emmerting, Halsbach, Kastl, Kirchweidach, Margarethenberg, Raitenhaslach, Wald a.d.Alz, und Mehring. Führende Männer waren: im Landesverband Menger, im Kreisverband Trenkle, im Bezirksverband Siegfried Lautenschlager und Max Staudhammer; in den Ortsvereinen waren Huber, Maier- Halsbach, Maier von Margarethenberg, Simon Martl von Kastl, der zugleich Bezirksbaumwart war. 1930 waren im Margarethenberger Verein 22 Imker mit 250 Bienenvölker. 1938 kam der Zusammenschluß mit dem Obstbauverein Halsbach. Dann waren abwechselnd Versammlungen in Racherting oder Halsbach. Bienenzucht übernahm Barth. Glonegger von Zettelaigen, Obstbau übernahm Leonh. Maier von Margarethenberg. Vereinsbeitrag war im Jahr 1,-DM für Ortsverein und für Landesverband 0,50 DM Aufnahmegebühr 2,-DM. Während des Zweiten Weltkrieges waren die Aktivitäten des Vereins sehr eingeschränkt. Der Verein wurde zu der Zeit von Alois Oberbaumgartner, Höresham betreut. Die Geldentwertung nach dem Krieg traf auch den Verein schmerzlich. Auch über die Inflation brachte Leonhard Maier den Verein glücklich hinweg. Bis zum 2. Weltkrieg Krieg fanden die Veranstaltungen regelmäßig statt. Im Fasching 1950 war zum ersten mal wieder nach dem Krieg ein Vereinsball, der sehr gut besucht war. In der Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs der 50er Jahre wurde es um den Verein immer stiller. Nach dem Amtsantritt von Kreisfachberater Richard Antwerpen konnte dieser Leonhard Maier, nun über 40 Jahre Vorstand, dazu motivieren, einen Neuanfang zu machen. Beide luden im Mai 1968 zu einer Wiedergründungsversammlung ein. Als Vorstand wurden gewählt: 1. Vorstand: Leonhard Maier; 2. Vorstand Hans Sendlinger Der Verein wurde umbenannt in "Obst- und Gartenbauverein Margarethenberg- Hirten" 32 Personen traten dem Verein bei, 15 Mitglieder gehörten dem Verein noch an. Leonhard Maier


1969 legte Leonhard Maier nach 46 jährigem Vorsitz sein Amt nieder. Hans Sendlinger wurde 1. Vorstand. Das Vereinsleben wurde wieder sehr aktiv, Versammlungen, Vorträge, Bälle, Adventfeiern, Blumenschmuckprämierungen und vieles mehr wurde organisiert. Bei der 50-Jahrfeier im Jahr 1972 wurde Leonhard Maier zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Leonhard Maier verstarb im Dezember 1973.

 

Der Verein konnte bereits 130 Mitglieder aufweisen.

 

Ein großer Verlust war, als Hans Sendlinger am 15. März 1974 plötzlich verstarb. Bei der nun abzuhaltenden Neuwahl wurde die Gattin des Verstorbenen, Frieda Sendlinger zur

1. Vorsitzenden gewählt. 2. Vorstand wurden: Rosa Biber und Simon Martl, Schriftführer: Josef Mayer, Kassier: Roswitha Liebert, Baumwart: Herbert Tschanter, Beisitzer: Martin Burggraf, Rosa Manetsberger, Erwin Maier, Hilde Goblirsch, Josef Schmid. Der Verein war nunmehr auf 170 Mitglieder angewachsen. Wanderwege wurden angelegt, Ruhebänke angefertigt und aufgestellt. Aktionen wie Säuberung von Wald und Flur wurden durchgeführt, mit Schulkindern Bäume gepflanzt. Am neu angelegten Kinderspielplatz wurden vom Verein ca. 500 Arbeitstunden geleistet und bis heute wird der Platz von Manfred Telzer für den Gartenbauverein betreut. Baumschnitt und Veredlungskurse wurden durchgeführt, Grillfeste, Radltouren und Ausflüge organisiert. Im Jahre 1982 konnte der Verein sein 60-jähriges Bestehen feiern. In den Jahren 1986 und 1987 ging die Besucherzahl des Gartlerballes soweit zurück, dass sich die Vorstandschaft entschloss, ab 1988 anstelle des Gartlerballes im Gasthaus Hermannbräu ein Faschingskränzchen durchzuführen. Die Resonanz war sehr gut und so wurde das Faschingskränzchen bis heute zur festen Einrichtung. Die 1. Vorsitzende Frieda Sendlinger, die 15 Jahre den Verein führte, musste aus gesundheitlichen Gründen 1989 den Vorsitz abgeben. Somit wurde eine Neuwahl fällig. Die neue Vorstandschaft setzt sich nun wie folgt zusammen: 1. Vorstand: Simon Martl,

2. Vorstand: Erwin Maier, Schriftführer: Josef Mayer, Kassenverwaltung: Roswitha Liebert, Beisitzer: Josef Schmid, Josef Barth, Dr. Josef Haider, Hilde Goblirsch, Helga Dufter, Annemarie Floßmann. Das Amt des Vereinsfotografen, das bis jetzt Josef Mayer zur besten Zufriedenheit ausführte, übernahm Annemarie Sendlinger. Bei dieser Versammlung wurde Frieda Sendlinger vom neuen Vorstand Simon Martl zur Ehrenvorsitzenden mit Sitz und Stimme ernannt. Sendlinger & Martl

Frieda Sendlinger, die Ihre letzten Jahre im Pflegeheim verbrachte, verstarb am 18. Juni 1994 im Alter von 72 Jahren.

 

Der Verein wurde 1989 ins Vereinsregister eingetragen und gilt nun als gemeinnützig. Der Mitgliederstand ist inzwischen auf 260 Personen angewachsen. Es wurden auch mehrtägige Ausflüge gemacht: Ungarn, Schwarzwald, Rhein in Flammen, Steirische Apfelstraße, Toskana, Rügen, Steirische Weinstraße, Spreewald, nur um einige zu erwähnen. Auch die alljährliche Bergmesse gehört zur festen Einrichtung. Der Verein beteiligte sich auch am Burgkirchner Ferienprogramm z.B. mit Nistkästenbau für Vögel und Fledermäuse, Schnupperstunden in Musik, Alzwanderungen, Schifferlregatta auf dem Mühlbach, Windräderbau, Erlebniswanderung im Alztal mit Franz Dufter und vieles mehr. Baumpflanzung Ferienprogramm 2000


Ein fester Bestandteil unseres Jahresprogramms ist seit 1988 unser viermal im Jahr durchgeführtes "Bayrisches Singa und Spuin" mit der Hirtner Hausmusik im Vereinslokal Hermannbräu. 1997 konnte der Verein im Röckenwagnersaal sein 75-jähriges Bestehen feiern. Es kamen viele Nachbarsvereine mit Geschenken und Glückwünschen. Die Gartenbauvereine Kirchweidach, Halsbach, Burgkirchen, Kastl, Unterneukirchen und Hart stifteten eine stattliche Linde, die beim Kindergarten gepflanzt wurde. Bei der Jahreshauptversammlung am 09. April 1997 war wieder eine Neuwahl fällig. Für den scheidenden Schriftführer Josef Mayer konnte Jutta Henninger gewonnen werden, für Roswitha Liebert, Kassenverwaltung, stellte sich Gerti Oberbuchner zur Verfügung. Ein neues Vereinslogo mit Sonnenblume wurde mit Unterstützung von Jutta Henninger entworfen, das sehr gut zum Gartenbauverein passt. Logo

 

Am 27.03.2001 wurde bei der Jahreshauptversammlung die Vorstandschaft neu gewählt. Da Simon Martl, der seit 1974 in der Vorstandschaft war, davon 12 Jahre 1. Vorstand, wollte sein Amt an einen jüngeren abgeben. Die Wahl war nicht einfach. Nachdem der Anlagenreferent der Gemeinde, Dr. Wenzel Kühn, als Wahlleiter all sein diplomatisches Geschick einsetzte, stellte sich Josef Barth für das Amt des 1. Vorstandes zur Verfügung. Die neue Vorstandschaft stellt sich wie folgt zusammen: 1. Vorstand: Josef Barth, 2. Vorstand: Norbert Häring, Kassenverwaltung: Gerti Oberbuchner, Schriftführerin: Jutta Henninger, Vereinsfotograf: Alfred Floßmann, Vereinsmusikerin: Annemarie Floßmann, Baumwart: Peter Niederhammer, Beisitzer: Hilde Goblirsch, Heidi Vogel, Simon Martl, Dr. Josef Haider, Rainer Müller, Gert-Peter Schniegel. Die vereinseigenen Geräte betreut Ludwig Schwanninger, für die Wanderwege und Bänke ist Gert-Peter Schniegel zuständig. Kassenrevisoren sind Roswitha Liebert und Franz Schuster. 2. Vorstand Norbert Häring ist sehr aktiv und unterstützt die Vorstandschaft enorm; er stellte den Verein ins Internet und verwaltet das gesamte Vereinsprogramm. Im Jahre 2001 zählte der Verein 281 Mitglieder.

 

Bei der Kapelle am Rothäuslweg wurde eine Sitzgruppe aufgestellt, gedacht für Spaziergänger und Wanderer. Leider wurde die Sitzgruppe von einigen Jugendlichen zweckentfremdet, so dass die Gruppe im Jahr 2003 wieder abgebaut wurde. Auf Anregung des Gartenbauvereins wurde auf dem Margarethenberg ein Marienbrunnen errichtet, der am 07.April 2001 nach dem Pfarrgottesdienst von Pfarrer Werndle gesegnet wurde. Das Brunnenobjekt wurde mit großer Unterstützung von Alois Remmelberger, Simon Martl, Norbert Häring, Josef Mayer, Sebastian Geisberger, Ludwig Schwanninger, Johann Schwanner, August Niedermeier und Peter Schniegel durchgeführt. Gespendet haben: Gemeinde Burgkirchen, Gartenbauverein, SKW Hart, Werner Jansen, Alois Remmelberger, Raiffeisenbank Kirchweidach, Clariant GmbH Gendorf, Kirchenverwaltung Margarethenberg, Bürgermeister Josef Rapp, Simon Martl, Alzwerke Burghausen, Johann Huber sen., Fam. Felix von Rehdorf.

 

Bei der Hauptversammlung am 8. März 2005 wurde die Vorstandschaft fast komplett wieder gewählt. Nicht mehr dabei ist seit dem Baumwart Peter Niederhammer. Dafür übernimmt Rainer Müller dieses Amt als Ansprechpartner und Vermittler. Neu als Beisitzer ist Arlene Burghart. Die Kassenrevisorin Roswita Liebert, wollte dieses Amt nicht mehr ausführen und wurde ersetzt durch Christa Frank. Die Vereinssatzung wurde in zwei Punkten abgeändert:

1) Der Betrag von 100,00 DM, den der Vorstand in Eigenverantwortung ausgeben kann, wurde auf 250,00 € erhöht, so wie es in der Mustersatzung des Landesverbandes vorgeschlagen ist.

2) Die Anzahl der Beisitzer wurde von 4-5 auf 5-10 erhöht, was der bisherigen tatsächlichen Zahl entspricht.

 

Hirten im März 2005 Simon Martl